Wer sein fertiges Haus übernimmt, der bekommt vom Bauunternehmer Pläne und Papiere ausgehändigt, vorausgesetzt, er hat dies im Bauvertrag so festgelegt...
Als Laserscanning bezeichnet man das strukturierte Erfassen von Objektoberflächen mit einem Laserstrahl. Die Erfassung erfolgt dabei in linien- oder rasterförmig angeordneten Messpunkten. Die Messpunktdichte ist variabel und bestimmt, neben den Eigenschaften des Scanners, die Genauigkeit der erfassten Oberflächenstruktur. Die so erfassten Punkte sind im Raum koordiniert (XYZ-Koordinaten).
Aus den so entstehenden Punktwolken lassen sich mit leistungsfähiger Software neben klassischen Ergebnissen wie Grundrisse, Schnitte und Ansichten auch weiter reichende 3D-Daten erzeugen. Diese Daten erlauben die Darstellung von 3D-Modellen der erfassten Objekte. Somit lassen sich unter anderem interaktive 3D-Szenen erstellen, Schattensimulationen und Materialstudien.
Erfassung und Auswertung finden getrennt voneinander statt. Erfasst wird die komplette Oberfläche, nichts wird "übersehen". Somit lassen sich bei entsprechend guter Vorbereitung unterschiedliche Auswertungen jederzeit im Innendienst realisieren, ohne dass Nachmessungen erforderlich werden.

Der Dachstuhl des Stadtschlosses in Fulda wurde mit dieser Methode erfasst. Kombiniert mit der klassischen Tachymetermessung entstand so ein 3D-Modell aus dem Grundrisse, Schnitte und ein interaktives 3D-Modell abgeleitet werden konnten. Insgesamt wurden über 415 Millionen Messpunkte von über 40 Standpunkten aus erfasst. Die Erfassung wurde binnen 4 Arbeitstagen abgeschlossen und mit Tachymetermessungen zwischen Fassadenscann und Innenscann veerknüpft. Weitere Referenzbilder unter Referenzen/Vermessung.

Dieses Messverfahren eignet sich immer dann, wenn schnell und effektiv komplexe Oberflächen erfasst und dargestellt werden müssen. Für Fragen rund um das Thema Laserscanning stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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